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Was genau bedeuten deine Essensgelüste?

Natasha Gibson  |  4. Aug 2017
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Kennt ihr das auch? Ihr kommt in der Stadt an keinem Pommes-Stand vorbei, oder die quietschbunten Donuts in der Bäckerei sprechen laut und deutlich zu euch – und schwups, schon verschwinden sie im Mund. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Das hat nicht unbedingt was mit mangelnder Disziplin zu tun oder sonst einer Schwäche, die vor allem wir Frauen uns gerne einreden. Oft bedeuten Gelüste einfach, dass unserem Körper ein wichtiger Nährstoff fehlt, den er sofort haben will.

Hier kommen die häufigsten Essensgelüste, was sie bedeuten und was ihr dagegen tun könnt:

Schokolade
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Lust auf Schokolade kann bedeuten, dass eurem Körper Magnesium fehlt. Laut Wissenschaftlern weist nämlich ein Großteil der deutschen Bevölkerung einen Mangel an Magnesium auf. Vor allem Menschen, die viel Sport treiben, fehlt oft dieser wichtige Mineralstoff. Und auch kurz vor der Periode fehlt er uns Frauen oft – was erklärt, warum wir dann besonders gerne zur Schoki greifen.

Versucht einfach, mehr magnesiumhaltige Lebensmittel in eure Ernährung einzubauen – wie Nüsse, Samen, Fisch und Blattgemüse. Und greift bei Schokolade zu solcher mit mindestens 70 % Kakaoanteil. Die enthält weniger Zucker und dafür mehr Antioxidantien. Wer es nicht so bitter mag, kann z. B. eine der milden Versionen probieren. Da reicht dann meist ein Riegel, um die Gelüste zu stillen.

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Zucker
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Gelüste nach Süßkram bedeuten meist, dass die Energiereserven fast aufgebraucht sind oder man zu wenig Schlaf bekommen hat. Oder dass man sich gerade down fühlt. Zuckerhaltiges flutet dann unser Gehirn mit Serotonin – einem Hormon, das uns entspannen lässt und die Laune verbessert.

Versucht es bei Lust auf Süßes mal mit Apfelstückchen, die ihr mit Erdnuss- oder Mandelbutter bestreicht. Oder mixt eine Handvoll frische oder tiefgekühlte Beeren mit ungesüßtem griechischem Joghurt. Und achtet darauf, dass ihr in stressigen Zeiten weniger Weißmehlprodukte und dafür mehr komplexe Kohlenhydrate zu euch nehmt, z. B. in Form von Vollkornbrot oder Naturreis. Die halten den Blutzuckerspiegel schön konstant – und somit auch Energielevel und Laune.

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Salz
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Ständige Lust auf Pommes oder Chips kann bedeuten, dass euer Körper unter chronischem Stress leidet. Stressoren können die Funktion der Nebennieren beeinträchtigen, die für die Bildung lebenswichtiger Hormone wie Cortisol zuständig sind. Auf Dauer kommt es zu einer Störung des komplexen Hormonsystems bis hin zur sogenannten Neben­nieren­erschöpfung. Ein Symptom davon ist das ständige Verlangen nach Salzigem.

Das A und O ist es hier, den Stress in eurem Leben in den Griff zu bekommen. Versucht es mit Yoga, Atemübungen oder Meditation – und gönnt euch zwischendurch kleine Auszeiten, in denen ihr einfach mal gar nichts macht (auch nicht aufs Handy schauen).

Gelüste nach Salzigem können aber auch etwas anderes bedeuten. Bei einer unausgewogenen Ernährung, z. B. mit zu viel Rohkost, benötigt der Körper mehr Natrium, um den Elektrolythaushalt auszugleichen. Oder sie bedeuten einfach, dass man dehydriert ist. Dagegen hilft, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken.

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Kohlenhydrate
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Wer an Pizza, Pasta, Weißbrot und Co. nicht vorbeikommt, sucht meist nach Nervennahrung oder »Seelen-Food«. Denn wir greifen instinktiv zu kohlen­hydrat­reichem Essen, wenn wir uns schlecht fühlen oder angespannt sind.

Greift in diesem Fall statt zu Pasta und Co. lieber zu Haferflocken, Eiern und Milchprodukten. Die sind reich an der Aminosäure L-Tryptophan, einem wichtigen Vorläufer des Wohlfühlhormons Serotonin. Und verzichtet nicht komplett auf Kohlenhydrate: Roggenbrot, Naturreis und Vollkornpasta sind reich an Vitamin B – das ist wichtig für unser Nervensystem und letztendlich auch für die gute Laune.

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Käse
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Da Käse einen sehr hohen Fettanteil hat, könnte das Verlangen danach bedeuten, dass eurem Körper wichtige Fettsäuren fehlen. Weitere Symptome sind trockene, schuppige Haut, trockene Augen oder kleine Knötchen auf der Rückseite der Arme.

Statt euch eine üppige Käseplatte zusammenzustellen, versucht einfach mehr Lebensmittel zu euch zu nehmen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Dazu gehören vor allem Fisch, Walnüsse, Leinsamen und Chia-Samen. Lust auf Milchprodukte kann aber auch bedeuten, dass ihr an Kalziummangel leidet. In diesem Fall helfen viel Blattgemüse und Fisch.

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Fleisch
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Lust auf Steaks oder Salami bedeutet meist, dass euer Körper nicht genug Eisen bekommt. Aber oft auch, dass ihr mehr Proteine oder B-Vitamine benötigt.

Versucht, möglichst bei jeder Mahlzeit eine kleine Portion Proteine einzubauen, egal in welcher Form. Und greift bei Fleisch und Wurst, auch der Gesundheit zuliebe, zu hormonfreien Biovarianten statt zum Billigfleisch. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, sollte mehr eisenreiche Lebensmittel wie Bohnen und getrocknete Pflaumen und Feigen in seinen Speiseplan einbauen.

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